Grundzüge des Schießsports

Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte einer Schießscheibe, durch Einklang von Körper (statischem Aufbau und Körperbeherrschung) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen), zu treffen. Dies erfordert Training, sowohl körperliches als auch mentales. Oft werden diese Belastungen unterschätzt und Schießen gelegentlich nicht als Sport anerkannt.

In Deutschland wird der Schießsport streng abgegrenzt vom Verteidigungsschießen und dem militärischen Schießen.

Das Mindestalter für die Ausübung des Schießsports mit Druckluftwaffen ist 12 Jahre (mit Ausnahmegenehmigung 10 Jahre). Jugendlichen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben und noch nicht 16 Jahre alt sind, ist auch das Schießen mit kleinkalibrigen Schusswaffen unter Obhut verantwortlicher und zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeigneter Aufsichtspersonen (Inhaber einer Jugendbasislizenz / Vereinsübungsleiter) erlaubt. Unter bestimmten Auflagen bezüglich der physischen und psychischen Entwicklung der Jugendlichen können Ausnahmen von den Altersgrenzen beantragt werden. In allen Fällen ist eine Einverständniserklärung der Personensorgeberechtigten erforderlich.

Das deutsche Waffenrecht, welches durch das „Gesetz zur Neuregelung des Waffenrechts“ (WaffRNezRegG) zum 1. April 2003 grundlegend geändert wurde, regelt ebenfalls die besondere Qualifizierung der Aufsichtspersonen für das Training mit Jugendlichen. Beim Bogenschießen gibt es keine Alterseinschränkung.

 

 

 

 

 

Wie wird man Sportschütze?

Zuerst einmal sollten Sie einem anerkannten Schießsportverband angehören. Anerkannt heißt, die Schießsportverbände müssen oder vielmehr haben nach §15 Waffengesetz die Anerkennung über das Bundesverwaltungsamt erlangt. Schießsportverbände sind z.B. Deutscher Schützenbund e.V. (DSB e.V.), Bund Deutscher Sportschützen e.V. (BDS e.V.), Bund der Militär- und Polizeischützen e.V. (BDMP e.V.)und Deutsche Schießsportunion e.V. (DSU e.V.) usw..

Nun treten die Schießsportvereine in Erscheinung sowie die GSK Lebach 1983 e.V.. Im Beispiel der GSK Lebach e.V. ist es so, daß die GSK Lebach 1983 e.V. dem BDS e.V. und dem BDMP e.V. angegliedert ist. Viele Schießsportverbände haben keine sogenannten Einzelmitglieder. Die Mitglieder müssen sich somit in Schießsportvereine organisieren um einem Schießsportverband anzugehören.

Die GSK Lebach 1983 e.V. gibt dem interessierten Sportschützen somit als Untergruppierung des BDS e.V. und BDMP e.V. die Möglichkeit gleich zwei Schießsportverbänden anzugehören. Selbstverständlich kann man auch nur in einen der Schießsportverbände eintreten.

Hat der angehende Sportschütze sich für einen Dachverband entschieden, dazu zählt auch das Sportprogramm, und die Aufnahmemodalitäten alle hinter sich hat, kommt die einjährige „Anwartschaft“. Das heißt der angehende Sportschütze muß ein Jahr, 12-mal, regelmäßig oder 18-mal unregelmäßig im Schießsportverein trainieren. Das letztere dürfte eher zutreffen da der angehende Sportschütze auf den Schießsportverein angewiesen ist damit für den Aspiranten Trainingswaffen zur Verfügung stehen. Dabei spielt Urlaub, Krankheit und Terminüberschneidungen erfahrungsgemäß eine große Rolle.

Es macht auch Sinn im diesem ersten Jahr einen Waffensachkundelehrgang zu absolvieren. Im §7 WaffG ist dieser Sachkundelehrgang festgeschrieben und ist zwingend erforderlich. Sachkundelehrgänge werden von den Waffenbehörden selbst oder von behördlich legitimierten Schießsportverbänden und gewerblichen Anbietern durchgeführt. Bei Sachkundelehrgängen gibt es sehr große Preisunterschiede die es zu vergleichen lohnt. In aller Regel bieten die Schießsportverbände günstige Lehrgänge für ihre Mitglieder an.

 

 

 

 

 

 

Der Weg zur eigenen Waffenbesitzkarte

Nun bleibt die spannende Frage wann darf ich mir eine eigene Sportwaffe erwerben. Hat man, wie wie weiter oben beschrieben, das Bewährungsjahr hinter sich und seine Trainingseinheiten absolviert, nicht zu vergessen die Sachkundeprüfung, kann der angehende Sportschütze beim Dachverband ein sogenanntes waffenrechtliches Bedürfnis beantragen.

Dabei sind die Ordnungen und Richtlinien der jeweiligen Schießsportverbände zu berücksichtigen.

Dieses Bedürfnis ist wichtig für die Beantragung einer Waffenbesitzkarte (WBK) bei der zuständigen Behörde. Eine Waffenbesitzkarte ist nicht zu verwechseln mit einem Waffenschein. Mit einem Waffenschein darf man die Waffe auch führen, d.h. geladen und griffbereit mit sich tragen. Das ist bei einer Waffenbesitzkarte ausgeschlossen.

Der Antrag auf Erteilung einer Waffenbesitzkarte wird in der Regel über die Ortspolizei Behörde eingereicht zusammen mit dem Bedürfnis des Schießsportverbandes. Je nachdem welche Behörde mit den waffenrechtlichen Aufgaben betraut ist, wird über die Erteilung einer Waffenbesitzkarte entscheiden.

Der Erwerb von Sportwaffen ist auch altersabhängig. Der Antragsteller muss zum Erwerb von Kleinkaliberwaffen das 18. Lebensjahr, für Großkaliberwaffen das 21. Lebensjahr vollendet haben. Weiterhin müssen Personen, die noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, für die erstmalige Erteilung einer Waffenbesitzkarte für Großkaliber auf eigene fachpsychologisches Gutachten über die geistige Eignung vorlegen.

Spätestens beim Einreichen des Antrages auf eine Waffenbesitzkarte bei seiner waffenrechtlichen Behörde sollte man sich über die Aufbewahrung seiner Sportwaffe machen. Zumal hier erhebliche Kosten auf einen zu kommen können. Hier weiteres über die Aufbewahrung von Schußwaffen.

 

 

 

 

Ich besitze jetzt eine Sportwaffe, was nun?

Um das Bedürfnis auf eine Sportwaffe aufrechtzuerhalten ist der Sportschütze angehalten regelmäßig mit seiner Sportwaffe zu trainieren oder an Wettkämpfe teilzunehmen.

Die Behörde kontrolliert nach den ersten drei Jahren, nach Antrag auf eine WBK, ob das Bedürfnis auf eine Sportwaffe noch fortbesteht. Auch nach diesen drei Jahren kann die Behörde jederzeit eine Anfrage an den Sportschütze stellen.

Sinnvollerweise führt man ein Schießbuch, in dem der jeweilige Aufsichtführende des Vereins die Trainingszeit mit Stempel und Unterschrift bestätigt.

Mit jedem beantragten Bedürfnis bei seinem Schießsportverband werden auch hier die Hürden immer höher auf weitere Bedürfnisanträge (siehe BDMP e.V.).

Nichtbeachten führt zum Verlust des Bedürfnisses und zum Einzug der Waffenbesitzkarte durch die Behörde!

Die Schießsportvereine sind gesetzlich verpflichtet Austritte aus dem Verein unverzüglich der zuständigen Behörde zu melden.

Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient lediglich einer groben Übersicht über den Ablauf Sportschütze zu werden. Für weitere Informationen besuchen Sie uns im Training. Wir freuen uns.